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Bolivienhilfe der kath. Kirchengemeinde Liebfrauen

„Aktion 33 − Hilfe für Bolivien” e.V.

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Bolivienreise Herbst 2012

Tod von Pfarrer Hans Vössing † 08.10.2012

Die Reise war überschattet vom Tod des Herrn Pfarrers Vössing. Nach unserer Ankunft in Bolivien konnten wir ihm noch einen ganzen Korb Grüße aus der Heimat übermitteln und ihm sagen, dass viele Menschen für seine Genesung beteten. Die Weiterfahrt nach Sopachuy war für Montag vorgesehen. Noch in der Nacht wurden wir davon unterrichtet, dass Padre Juan verstorben sei.

Der Leichnam war in einem Trauerhaus in Cochabamba aufgebahrt. Hier fand die Trauerfeier und Verabschiedung statt. Am Nachmittag zog die Trauergemeinde mit dem Sarg durch die Stadt zu seiner letzten Wirkungsstätte, der Kirche Santo Domingo. Das Requiem wurde gehalten von seinem Freund und Weggefährten, Weihbischof Leo Schwarz. Anschließend fand die Beisetzung auf dem Deutschen Friedhof in Cochabamba statt.





Die meisten Menschen, insbesondere die armen, trauerten jedoch um Padre Juan, wie er liebevoll genannt wurde, in Sopachuy. Sie wollten, dass „ihr Padre Juan” auch bei ihnen beigesetzt wird. Dieses war jedoch nicht möglich. Am Pfarrhaus in Sopachuy war ein riesiger Trauerflor angebracht. Ein großer Raum war hergerichtet, als sei der Leichnam dort aufgebahrt. Ein lilafarbenes Tuch und ein Foto symbolisierten den Sarg. Blumen und Kerzen schmückten den Raum. Menschen aller Altersgruppen kamen während der ganzen Nacht und beteten; Indianer lassen ihre Toten nicht allein. Am darauf folgenden Tag fand ein Requiem in Sopachuy zur gleichen Stunde wie in Cochabamba statt. Ganz Sopachuy war auf den Beinen. Alle, die vom Tod ihres ehemaligen Pfarrers hörten, kamen, auch diejenigen, die weit draußen auf dem Campo wohnten. Mit Gitarrenmusik und frohen Liedern nahmen die Menschen Abschied; es hätte Herrn Vössing gefallen. In einem feierlichen Zug begab die große Menschenmenge sich zum Friedhof. An einem bereits von der Gemeinde errichteten Grabmal wird eine Gedenktafel neben derjenigen, die seinerzeit für Schwester Consolata angefertigt wurde, angebracht. Viele Reden wurden gehalten und so manche Menschen weinten.

Jetzt hat Padre Juan an einem anderen Ort seine Heimat gefunden. Der Abschied von ihm in Sopachy berührte tief.






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